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Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

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Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

Corona Überbrückungshilfe II vom 12.06.2020

Die Bundesregierung hat für die Monate September bis Dezember 2020 die Corona Überbrückungshilfe verlängert, ausgeweitet und den Zugang vereinfacht. Der Bund stellt im Rahmen der Corona Überbrückungshilfe direkte Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten in Höhe von 25 Milliarden Euro bereit.

1. Wer kann die Überbrückungshilfe beantragen?
Unternehmen aller Branchen und Rechtsformen mit mindestens 1 Beschäftigten (auch Minijob) zum Stichtag 29.02.2020

Soloselbständige, gewerbliche Einzelunternehmer und Freiberufler, im Haupterwerb, d.h. mindestens 51 % der Einkünfte aus dieser Tätigkeit

2. Voraussetzungen für Überbrückungshilfeantrag
Unternehmen („junge Unternehmen“  Gründung nach April 2019 statt der Monate April und Mai 2019  November und Dezember 2019)
Umsatzeinbruch im Zeitraum April bis August 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2019

• mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten
oder
• durchschnittlich 30 % im Gesamtzeitraum

3. In welcher Höhe kann die Überbrückungshilfe beantragt werden?
abhängig von den förderfähigen, betrieblichen Fixkosten

• Mieten und Pachten
• Finanzierungskosten
• Kosten für Auszubildende
• Kosten für Grundsteuer
• Kosten der Antragstellung
• weitere fixe Ausgaben
ebenso: Kosten der Antragsstellung durch WP/VBP/Stb/RA

vom Ausmaß des Umsatzrückgangs

Umsatzrückgang (Fördermonat gegenüber Vorjahresmonat)
% Satz der Überbrückungshilfe
30 % bis 50 %
40 % der förderfähigen Fixkosten
50 % bis 70 %
60 % der förderfähigen Fixkosten
mehr als 70 %
90 % der förderfähigen Fixkosten

zusätzliche Förderung: Personalkosten für Personal, das nicht in Kurzarbeit geschickt werden kann, pauschale Förderung in Höhe von 20 % der förderfähigen Fixkosten

4. Wie hoch ist die maximale Förderung?
Maximale Förderung 50.000 € je Monat ohne Deckelung durch Beschäftigte – darüber hinaus Wirtschaftsstabilisierungsfonds § 16 FMStFG

Kein Ausschluss der Überbrückungshilfe durch die Soforthilfe. Eine Anrechnung von weiteren Corona bedingten Zuschussprogrammen erfolgt nur dann, wenn sich Förderzweck und Förderzeitraum überschneiden.

Aber:
Versicherungsleistungen aufgrund Corona bedingter Umsatzeinbußen werden angerechnet

Hinweis:
Kosten der privaten Lebensführung sind grundsätzlich nicht förderfähig – Arbeitslosengeld II

5. Wo wird die Überbrückungshilfe beantragt und wer zahlt sie aus?
Die Antragstellung kann nur über prüfende Dritte (Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Steuerberater oder Rechtsanwälte) erfolgen. Die Beantragung ist voraussichtlich ab Mitte Oktober 2020 möglich.

Die Auszahlung erfolgt durch die Bewilligungsstellen der Länder

für Bayern:
IHK für München und Oberbayern
Max-Joseph-Str. 2
80333 München

für Sachsen:
Sächsische Aufbaubank – Förderbank
Pirnaische Straße 9
01069 Dresden

für Thüringen:
Thüringer Aufbaubank
Anstalt öffentlichen Rechts
Gorkistraße 9
99084 Erfurt